Der Hammer aus Texas

Fakten:
Bei diesem Artefakt handelt es sich um einen Metall-Hammer, der im Juni des Jahres 1934 von der Familie Emma Hahn in London, Texas, USA, gefunden wurde. Man fand einen Holzstil und versuchte ihn freizulegen. Dieser Holzstil entpuppte sich zu einem Hammer gehörend, der komplett von Kalkstein eingeschlossen war.
Dieser Hammer liegt heute im "Creation Evidence Museum" in Glen Rose, Texas.

Die ersten Untersuchungen ergaben, dass der Kopf des Hammers ca. 15 cm lang ist und einen Durchmesser von 3 cm hat. Der hölzerne Stil ist teilweise verkohlt und anscheinend an seinem unteren Ende abgesägt worden. Der Stil geht durch den Hammerkopf.
Laut Carl Baugh, dem Museumsleiter befand sich der Hammer in einer kreidezeitlichen Gesteinsschicht aus Sandstein. Daraus folgerte er, dass das Gestein, das den Hammer umgibt, 140 - 65 Millionen Jahre alt. Andere Geologen sind der Auffassung das es sich hierbei sogar Gestein aus dem Ordovizium handelt, welches etwa 500 Millionen Jahre alt sein müsste. Auf jeden Fall müßte der Hammer mindestens so alt sein, wie die Gesteinsschicht, die ihn umgibt.
Eine Analyse durch das Metallurgische Institut "Batelle Memorial Laboratory" in Ohio, USA, an dem metallischen Hammerkopf brachte das Ergebnis, das es sich hierbei um 96 % Eisen, 2,6 % Chlor sowie 0,74% Schwefel handelt. Eine weitergehende Untersuchung bzw. weitergehende Untersuchungen wurden - soweit mir bekannt - nicht durchgeführt.

Spekulationen:
Was haben wir?
Jemand findet einen Hammer in einer Gesteinsschicht und geht - logischerweise - davon aus, dass der gefundene Gegenstand mindestens so alt ist, wie die Gesteinsschicht.

Die Frage aller Fragen ist jetzt, wie lange braucht eine Gesteinsschicht bzw. Gestein, um einen Metallhammer zu umschliessen? Es handelt sich um Kalkstein. Dieses Gestein ist - wie wir alle aus den Tropfsteinhöhlen wissen - durch Selbstaufbau, also Wachstum, in der Lage Gegenstände zu umschliessen.
Auch im Meer gibt es Beispiele für schnellen Gesteinsaufbau. Man denke nur an Atolle und wie Schiffe schon nach relativ kurzen Zeit - gemeint sind hier mehrere Jahre (und keine zig Millionen) - aussehen.
Könnte es nicht möglich sein, dass eben dieser Hammer neuzeitlichen Ursprungs (ab ca. 17 Jahrhundert) ist und durch günstige geologische Begebenheiten von Kalkstein umschlossen wurde?
Es wird auch oft behauptet, dass wir nicht oder nur schwer in der Lage wären, Eisen von solcher Güte herzustellen. Durch Elektrolyse wäre man sicherlich in der Lage dazu. Was dem Hammer "fehlt", ist eine unabhängige chemische, mineralogische Untersuchung und Datierung,
Laut Glen J. Kuban (1) gab es keine unabhängige Untersuchung durch das Metallurgische Institut "Batelle Memorial Laboratory" in Ohio, USA. Die durchgeführten Untersuchungen sind allesamt privat durchgeführt worden.
Viele der Leute, die mit dem "Hammer" zu tun haben, sind Kreationisten.
Kreationisten sind (2-3) - kurz gesagt - Menschen, die glauben, dass die Schöpfungsgeschichte so stattgefunden hat, wie sie in der Bibel zu finden ist.
Fakten, wie Fossilien oder andere Funde und Begebenheiten werden nicht bestritten , sondern in andere Kontexte gebracht. Für weitergehende Informationen, bitte googlen.

Letzteres (die Kreationisten ) sind für mich eigentlich der Haupt(knack)punkt dieser Geschichte - natürlich neben der Tatsache, dass der Hammer noch von keinem größeren unabhängigem Institut untersucht wurde. Es gibt schon zu denken, wenn eben dieser Herr Baugh - seines Zeichens Museumsleiter - jetzt auch (noch) Fußspuren eines Menschen neben denen eines Dinosauriers entdeckt haben will. Für ihn die Schlußfolgerung: Mensch und Dinosaurier haben zusammen existiert.




Quelle:
1) http://paleo.cc/paluxy/hammer.htm
2) http://www.bible.ca/tracks/fossilized-hammer.htm
3) http://de.wikipedia.org/wiki/Kreationismus


sonstiges:
geschrieben von: Wolfgang im März 2005
letzte Änderung: keine
 

 

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